Ernährungsberater - Berufliche Möglichkeiten

Im Rahmen gesundheitsfördernder Maßnahmen spielt die Ernährung eine tragende Rolle. Grundsätzlich trägt eine vollwertige Ernährung erheblich zur Gesunderhaltung bei. Darüber hinaus kann über eine bewusste und individuell abgestimmte Ernährung das Ausmaß der Auswirkungen möglicher Risikofaktoren erheblich eingeschränkt werden. Viele bestehende Erkrankungen können durch eine auf das Krankheitsbild abgestimmte Ernährung positiv beeinflusst werden. Für diese Bereiche besteht - gerade angesichts der sich verändernden Bevölkerungs-struktur - ein Bedarf an Beratung. Allerdings vermögen nur gut ausgebildete Berater diesem Bedarf gerecht zu werden.

Der Fernlehrgang des Bildungswerk für therapeutische Berufe verbindet in seinem Konzept sowohl detailliertes Fachwissen über die Bestandteile der Nahrung und die Anatomie und Physiologie des Verdauungssystems als auch die Kenntnis besonderer Ernährungsformen bei vorhandenem Krankheitsbild mit der Zuordnung von Ernährungsberatung zu Prophylaxemaßnahmen auf der einen und Beratungssituationen auf der anderen Seite

Die Klienten/Patienten investieren u.a. deutlich mehr ihres Geldes als noch vor zwanzig Jahren in den Kauf von Vitaminpräparaten oder ähnlichen Produkten - ganz zu schweigen von Präparaten zu Gewichtsreduktion. Eine kompetente Ernährungsberatung ist an dieser Stelle nicht nur als wirtschaftlicher sondern auch als wesentlich effektiver anzusehen als die Einnahme von Pulver und Pillen.

Denkbar für das Berufsspektrum des/der Ernährungsberater/in ist allerdings auch die selbständige Arbeit, wobei die Beratungstätigkeit mit Klienten in Einzel- oder Gruppensettings ergänzt werden kann durch Vorträge und Seminare in verschiedensten Einrichtungen des öffentlichen Lebens.

Auch die Zusammenarbeit mit Heilpraktikern in Gemeinschaftspraxen oder die Erweiterung des Praxisangebotes eines Heilpraktikers durch kompetente Ernährungsberatung ist denkbar.

Die Möglichkeiten einer auf gesundes Ernährungsverhalten zielgerichteten Beratung setzen bereits in Kindergarten und Schule (besonders auch in Zusammenhang mit Elterarbeit) an. Auch hier findet sich also ein breites Beratungsfeld.

Ernährungsberater/innen geben nicht nur Informationen darüber weiter, wie heute eine gesunde Ernährung aussehen kann, sondern beraten schwerpunktmäßig Klienten, die unter einem vorhandenen Krankheitsbild leiden.

Es handelt sich in erster Linie um "Zivilisationskrankheiten" wie Fettstoff-wechselstörungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Hyperurikämie, Gicht, Diabetes, usw. Aber auch chronische Erkrankungen des Verdauungstraktes wie Morbus Crohn, Collitis Ulcerosa oder Zöliakie gehören in diesen Bereich.

Ein aktuelles Thema der Ernährungsberatung ist immer wieder Übergewicht.

Auch hier steigt deutlich die Nachfrage nach Beratung - nicht zuletzt dadurch, dass viele Menschen bereits wenig erfolgreiche Erfahrungen mit selbständig durchgeführten Diätmaßnahmen gesammelt haben.

Eine gesunde Ernährung und Kenntnisse über spezielle Ernährungsweisen bei vorhandenem Krankheitsbild spielen eine bedeutende Rolle in der Erhaltung und Wiederherstellung unserer Gesundheit. Durch entsprechende Schulungen und individuelle Beratungen besteht die Möglichkeit gesundheitliche Risiken in diesem Zusammenhang erheblich zu vermindern.

Informationen des Arbeitsamtes zum Berufsbild des Ernährungsberaters

Auf der Homepage schreibt das Arbeitsamt zum Berufbild des Ernährungsberaters: "Ernährungsberater/innen kümmern sich um Menschen mit ernährungsbedingten Krankheiten oder Essstörungen. In Ernährungsberatungsstellen halten sie Einzel- und Gruppen-beratungen ab, gehen auf die individuellen Besonderheiten der Ratsuchenden ein und arbeiten mit ihnen zusammen Ernährungspläne aus. An Volkshochschulen, in Krankenhäusern, Kur- und Reha-Einrichtungen führen sie Informationsveranstaltungen und Seminare durch. Dabei informieren sie beispielsweise, in welchen Produkten sich Zucker oder Haselnüsse verstecken können, welche Lebensmittel "gute" oder "gefährliche" Cholesterine enthalten, ob Konservierungsstoffe generell schädlich sind, wie sich zuviel Fett in den Mahlzeiten vermeiden lässt oder wie man besonders vitaminschonend kocht.

Viele Ernährungsberater/innen machen sich mit eigenen Beratungsbüros oder als Schulungsfachkräfte selbstständig. Einige bieten auch bereits Online-Beratungen im World-Wide-Web an. Darüber hinaus veröffentlichen sie Informationen zu Ernährungsfragen in Zeitschriften. So vielfältig wie die Arbeitsgebiete für Ernährungsberater/innen sind, so vielfältig sind auch ihre Arbeitsplätze. Sie arbeiten in Ernährungsberatungsstellen, in Kur- und Rehaeinrichtungen, gegebenenfalls in Krankenhäusern, bei den Medien (Zeitschriften, Fernsehen) und in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Sie sind dort in Büro- und, Schulungsräumen, Klassenzimmern, Hörsälen, und unter Umständen auch in den Produktionsräumen der Nahrungsmittel- und Getränkeherstellung beschäftigt."

Mehr Informationen zum Ernährungsberaterlehrgang erhalten Sie auf www.btb.info/ernaehrungsberater

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